Digitalisierung inhabergeführter Unternehmen, Familienunternehmen

Digitalisierung inhabergeführter Unternehmen läuft anders

Digitalisierung inhabergeführter Unternehmen

Seid ihr ein Familienbetrieb oder ein inhabergeführtes Unternehmen? Dann könnt ihr das Thema Digitalisierung vermutlich schon nicht mehr hören, stimmt’s?

Was bedeutet Digitalisierung inhabergeführter Unternehmen?

Zunächst mal gibt es ja eine schier endlose Zahl von Vorstellungen darüber, was Digitalisierung eigentlich bedeutet. Von der analogen Ton- oder Bildaufnahme, bis hin zu voll digitalen Produktionsprozessen ist alles drin. Und sogar weit darüber hinaus. Neben der Digitalisierung von Maschinen und maschinengetriebenen Abläufen, betrifft Digitalisierung aber vor allem eines: Die Mitarbeiter!

Wie läuft das in Konzernen?

inhabergeführtes unternehmen

Irgendwer mit unbekannter Digital-Kompetenz, beschliesst es muss digitalisiert werden. Es gibt einen Schlachtplan, Strategiepapiere, Handlungsleitfäden und vor allem wird massenhaft delegiert. Wo delegieren wegen mangelnder Kompetenz nicht möglich ist, wird in der Regel nicht gecoacht, sondern einfach extern eingekauft. Und genau da, ist bei Familienunternehmen häufig Ende der Fahnenstange. Denn wie soll man ohne selbst über ausreichend Kompetenz zu besitzen wissen, welchen Spezialisten man einkaufen sollte? Und einfach um alle Kanäle zu versorgen, fehlen ohnehin die Mittel. Denn meist ist ja im Tagesgeschäft nicht mal Zeit genug, um auf einzigen Onlinekanal mehrmals in der Woche relevante Inhalte zu veröffentlichen. Und dabei gibt es mittlerweile so viele davon…

Der falsche Weg ist ausgelatscht!

Nicht weil er nicht mehr gegangen wird. Sondern weil ihn nach wie vor sehr viele bei der Digitalisierung inhabergeführter Unternehmen beschreiten. Da wird es dann schnell matschig und man steckt knietief fest. Der vor allem für Konzerne propagierte Weg, so viel wie möglich täglich digital zu machen, scheitert meist am Tagesgeschäft. Und an den notwendigen Vorgaben, welche alternativen Wege denn zu den jeweils gewünschten Zielen führen.

Warum dieses ständig/alles/immer digital, bei Konzernen funktioniert?

Der Hauptgrund sind die verfügbaren Human Resources! Wer über Massen an Personal verfügt oder zumindest über sehr große Budgets, kann Kompetenz einfach kaufen. Ob von kompetenten und damit teuren Mitarbeitern oder extern, ist erst mal egal.

Der zweite Grund ist der, dass in Konzernen auf Teufel komm raus Digitalisierung als Losung ausgegeben wird. Warum, weil in Konzernen niemand persönlich haftet! Zu behaupten man übernehme Verantwortung, wenn man beim Scheitern noch Abfindung kassiert ist zwar üblich, aber nicht nur moralisch äußerst bedenklich.

Wenn die Digitalisierung im Konzern scheitert, was auf Grund der immensen Geldmittel noch nicht so sehr oft der Fall ist, hat das für die gesamte Führungsriege nahezu Null Konsequenzen.

Scheitert Digitalisierung inhabergeführter Unternehmen…

Dann gehen nicht selten ganze Familien zu Grunde! Denn das Scheitern in Deutschland einen so schlechten Ruf hat, liegt einzig und alleine daran. Wenn ein Familienunternehmer scheitert, bekommt er keine Abfindung! Er bekommt, wenn er Pech hat und schon älter ist, erst recht keinen neuen Job um das nächste Unternehmen an die Wand zu fahren, wie das bei Konzernen Standard ist. Er bekommt meist nicht mal eine zweite Chance, um aus gelernten Fehlern zu beweisen, dass es es nun besser kann.

Wenn in unserem Land von gescheiterten Unternehmen gesprochen wird, sind das meist inhabergeführte Unternehmen. Und deren Oberhaupt steht dann am Pranger. Bei Konzernen die von Vorständen in den Ruin oder die Insolvenz getrieben werden, erhalten meist nur die ehemaligen Angestellten Mitgefühl und Beileid. Es gibt einige wenige Ausnahmen, aber nur weil dieses extrem spektakulär waren wie z.B. bei Ackermann. Der übrigens wieder Aufsichtsratsvorsitzender einer bank ist. Wenn auch auf Cypern.

Ganz anders die Familienunternehmen! Nicht selten arbeiten mehr als ein Familienmitglied im inhabergeführter Unternehmen. Und die sind ann alle schlagartig ebenfalls ohne Job.  Klar die Angestellten im Konzern, die durch falsches Management vielleicht auf der Straße stehen sind genau so arm dran. Nur sitzen die Abends nicht beim ehemaligen Geschäftsführer am Tisch!

Wie sollen Familienunternehmen die Digitalisierung denn stemmen?

Zunächst mal:

Nicht darauf schauen wie es die Konzerne machen! Die haben andere Strukturen. Die verfügen über andere Mittel. Die haben eben ganz andere Ressourcen.

Sich auf die eigenen Stärken besinnen. Das ist beispielsweise in der Regel der wesentlich persönlichere Umgang und Kontakt mit den Kunden.

Was digitalisieren?

Im Vordergrund stehe da meist nicht die Maschinen. So fern dieses noch rein vom dem Ergebnis her konkurrenzfähig sind. Also bei einemHammer zum Beispiel, ist in der Digitalisierung aufwendiger als ihn für weitere 10 Jahre zu nutzen wie er jetzt ganz analog funktioniert 😉 Die zeitfressenden Prozesse und Arbeiten von Verwaltung und Organisation, da steckt Potential. Aber auch ein Stück weit Vertriebsprozesse. Zumindest so lange am Ende der Verkauf noch Angesicht zu Angesicht erfolgt. Ist das nicht der fall, können Vertriebsprozesse sogar vollständig digitalisiert werden. Dann – und nur dann gelingt Digitalisierung inhabergeführter Unternehmen genau so vollständig wie bei Konzernen.

Wen digitalisieren?

Richtig gelesen! Gemeint ist damit zweierlei. Zum einen welche Arbeit oder gar Arbeitsplatz, ist durch Digitalisierung vollständig ersetzbar? Aber auch, wer sind die digitalen Kompetenzträger im Unternehmen denen Verantwortung übertragen werden kann? Die dann auch über die rein digitale Funktion hinaus geht.

Wie digitalisieren?

Kompetent, mit Sinn und Verstand! Oft werden da der Praktikantin oder dem Azubi Social-Media Aufgaben übertragen, ohne deren Kompetenz wirklich überprüfbar einschätzen zu können. Und genau aus dem selben Grund, dann eben auch ohne Verantwortung. Was einfach nicht funktionieren kann!

Richtig ist es, die exakt zur eigenen Zielgruppe passenden Online-Kanäle zu kennen und kompetent zu versorgen. Das bedeutet, Zeit und Ressourcen dafür zur Verfügung zu stellen. Messbare und überprüfbare Ergebnisse einzufordern und zu erhalten. Um dann weiterhin zu optimieren! Nicht, wir machen was in Facebook oder Instagram weil XY da seit langem einen Account hat! Wenn ihr da wie auch immer Unterstützung benötigt, ich komme als Neulandlotse gerne an Board um zu helfen. Mehr Infos dazu hier!

Was bringt das einem Familienunternehmen?

Inhabergeführte Unternehmen unterscheiden sich massiv von Konzernen. Sind aber ebenso auf Wachstum ausgerichtet. Wenn auch nicht um externe Investoren zu beglücken, sondern Inhaber und Mitarbeiter in Brot und Lohn zu halten. Aber ohne Digitalisierung werden nahezu alle Unternehmen aus den Bereichen Produkt, Handel, Produktion und Dienstleistung, die nächsten 10 Jahre nicht überleben.

Häufige Zweifel sind meist ungerechtfertigt

Aber wir können unsere Leistungen Digital nicht abbilden oder anbieten?

Wo ist das Problem? Dann wird eben der USP also das, was das Unternehmen einzigartig macht online abgebildet. Wenn es so etwas nicht gibt, hat jede Firma früher oder später ohnehin ein Problem am Markt!

Aber wir verkaufen im 1:1 Gespräch emotional, dass kann auf den gängigen Online-Medien gar nicht abgebildet werden?

Auf Platz zwei direkt nach dem persönlichen 1:1 Gespräch, kommt nicht der text der das Foto. Solche Lösungen sind online in der Tat oldschool. Es geht ja darum, schon Nähe und Sympathie VOR dem ersten Kontakt online zu erreichen! Dafür ist Video perfekt geeignet. Nicht ohne Grund setzen immer mehr Vermarktungsstrategen auch auf Video Marketing.

Wir haben nicht die Mittel um solche Summen in Sichtbarkeit und Digitalisierung zu stecken wie die Konzerne.

Braucht ihr auch nicht. Ihr müsst nur bereit sein, so viel in solche Dinge zu stecken, wie die besten eurer Mitbewerber! Und mit ein wenig Hilfe bei der Digitalisierung, kommt ihr sogar noch günstiger davon als die. Ihr müsst ja gar nicht alles machen. Nur die Kanäle wo sich eure Zielgruppe vorwiegend aufhält. Für den einen Betrieb ist das Facebook, für ein anderes Unternehmen eher YouTube oder Instagram.

Besonders bei sehr kleinen oder Alteingesessenen Familienunternehmen, langt es machmal schon eine neue Webseite die modernen Anforderungen nach Mobilität gerecht wird, zu bekommen. 😉

Für weitere Fragen und Hinweise stehe ich gerne zur Verfügung! Einzige Voraussetzung? Inhabergeführt oder Familienunternehmen.

 

 

Veröffentlicht von geruweb

Ein Kunde sagte mal zu mir:„Herr Rusche Sie sind immer gerade heraus. Das ist manchmal nicht sehr angenehm, aber mir immer sehr sympathisch!“ Authentizität und Glaubwürdigkeit sind mir halt sehr wichtig. Weil das in wachsendem Maße die stärksten Erfolgsfaktoren sind.

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