Recruiting Problem Auszubildende gesucht

Recruiting Problem – Auszubildende gesucht und nicht gefunden?

Das Recruiting Problem wird bei Unternehmen die sich noch nicht mit der digitalen Transformation beschäftigt haben immer größer.

Ursachen?

Kaum zu glauben, aber die meisten Unternehmen haben die Umkehrung der Bedarfskette einfach noch nicht mitbekommen. Früher war es für Azubis das größte bei einer renommierten Firma eine Ausbildung zu beginnen. Heute ist es für Unternehmen das größte, Azubis mit sehr guten Abschlüssen zu bekommen. Das ändert eben alles!

Wenn man sich als Unternehmen heute tatsächlich um gute Auszubildende bemühen will, ist die oberste Devise das Unternehmen die Marke und deren Leistungen und Produkte für die Bewerber attraktiv zu machen. Das gelingt nicht mehr mit Werbung. Oder mit nichtssagenden Stellenanzeigen die vor 50 Jahren vielleicht noch Begeisterung ausgelöst hätten.

Aber wie?

Genau da liegt der Hase im Pfeffer. Junge Leute erwarten von Arbeitgebern und Ausbildern Dinge, die viele Unternehmen oft nicht verstehen. Und von denen die es verstehen, sind viele noch nicht bereit die auch zu leisten. Zum Beispiel:

  • Transparenz interner Abläufe und Prozesse
  • Social Media mit Kunden und Mitarbeitern
  • Social Engagement z.B. Positionierung für Minderheiten
  • Empathie
  • Faire Arbeitsplätze

Schon bereits beim ersten Punkt tun sich viele schwer. Und zwar von der kleinsten Klitsche bis hin zu großen Konzernen. Nach wie vor agieren Unternehmen da immer noch, als könne man Wissen als Werte im Tresor einschliessen. Transparente Arbeitsmethoden oder Abläufe, werden bei vielen Firmen gleichgesetzt mit Werksspionage. Dabei sind diese Prozesse über Jahrzehnte längst so optimiert worden, dass die in ähnlichen Branchen ohnehin identisch sind. Der wirkliche Werte im Unternehmens sind aber die human resources.

Social Media wird von Unternehmen in der Regel abgetan mit; nicht für unsere Kunden/Produkte/Branche. Dabei ist Social Media längst transparente Kommunikation des Unternehmens mit Kunden und Mitarbeitern. Unternehmen die das nicht wollen, signalisieren ganz klar, Kunden und Mitarbeiter werden bei uns auf Produkte und Arbeitskraft reduziert! Das will heute niemand, mehr! Das macht unbeliebt. Für solche Unternehmen will niemand mehr arbeiten.

Faire Arbeitsplätze sind das einzige Problem was sich nicht ohne weiteres lösen lässt. Immer öfter berichten Medien darüber, dass in unbeliebten Branchen kein Nachwuchs zu finden ist. Langfristig muss man darüber nachdenken wie man unbeliebte Berufe wirklich attraktiver machen kann.

Recruiting Problem von langer Hand geplant

Diplom, Bachelor und Master sind heute das Mass aller Dinge. Damit wurde über Jahrzehnte das Image der klassischen Ausbildung, von Handwerkskammern und IHK an die Wand gefahren. Also ein hausgemachtes Recruiting Problem. Ich habe in den 1980ger Jahren mal Radio-, Fernsehtechniker gelernt. Das war einer der letzten neu aufkommenden Berufe, die vom Handwerk für sich adaptiert und reklamiert wurden. Danach hat man fast nur noch Bestandswahrung praktiziert. Und in teure Werbespots investiert mit dem Versuch die Unverzichtbarkeit klar zu stellen. Dabei würde zu dem traditionellen Handwerksbild auch sehr gut moderne Tätigkeiten wie News-Mailer oder Webmaster passen. Solche Jobs hat man kampflos der IHK überlassen die das als Studiengänge sehen wollte.

Für die IHK ist seit jeher eine Ausbildung ausserhalb einer Universität nur eine Berufsausbildung dritter Klasse. Denn die IHK lebt nicht von Werten wie das Handwerk. Ihr vorderstes Ziel sind die Zwangsmitgliedschaften der Selbstständigen. Habe ich selbst erlebt. Die IHK machte Promotion für die Selbstständigkeit – an Berufsschulen. Ja, tatsächlich! Direkt in den Berufsschulklassen. Dort wurde Jugendlichen vor Abschluss der Berufsausbildung nahegelegt, sich nach erfolgreicher Prüfung doch bitte selbstständig zu machen.

Nur noch Häuptlinge keine Indianer mehr

Es wurde ein Leitbild des selbstständigen Entrepreneurship als Allheilsbringer geschaffen. Das hat herkömmliche Berufe über Jahrzehnte massiv abgewertet. Und jetzt wollen junge Menschen gefälligst die versprochenen Vorteile auch in der Ausbildung. Also nur noch Jobs die Spaß machen und Geld bringen. Denn sonst kann man sich ja auch lieber gleich selbstständig machen. Ob das realistisch ist oder nicht, steht nicht mehr zur Debatte. Das Recruiting Problem ist eben auf vielfältige Art und an vielen Stellen vorhanden.

Lösung?

Das was oben als „aber wie“ gelistet war, müssen Unternehmen sofort und vollständig in Angriff nehmen.
Also schnellstens:

Das alles nur mal als einige pauschale Anregungen. Mehr muss man im Einzelfall klären. Und der Rest lässt sich ohnehin nur auf politischer Ebene verändern.

Ach ja, und weil ich weiss, dass über SEO dieser Artikel vermutlich eine gute Sichtbarkeit im Netz erreicht noch folgender Hinweis:
Wir haben bei GERUWEB zur Zeit leider keine Ausbildungsplätze zu vergeben!

Aber unser Kunde Bley beste Wurst in Edewecht hat zum Beispiel noch Ausbildungsplätze frei. Dazu haben wir ihm dieses Recruiting-Video gemacht!

Teilen und Kommentieren wäre toll! Vielleicht können Sie bei mehr Firmen mit Ausbildungsplätzen so stärker auf das Problem aufmerksam machen;)

Veröffentlicht von geruweb

Ein Kunde sagte mal zu mir:„Herr Rusche Sie sind immer gerade heraus. Das ist manchmal nicht sehr angenehm, aber mir immer sehr sympathisch!“ Authentizität und Glaubwürdigkeit sind mir halt sehr wichtig. Weil das in wachsendem Maße die stärksten Erfolgsfaktoren sind.

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