Unternehmen kommunizieren heute anders

Wie heute Unternehmen kommunizieren dazu sparch u.a Sascha Pallenberg von DAIMLER auf dem ONLINE MARKETING ROCKSTARS FESTIVAL 2017

Was ist erforderlich?

Ich bin geneigt zu sagen „endlich“ nimmt sich auch mal ein großer Konzern der modernen Markenkommunikation an. Da ich seit über 20 Jahren im Web unterwegs bin, warte ich schon lange darauf, dass Unternehmen die Rolle der Kommunikation ihrer Marke als wichtigstes Marketing-Instrument erkennen. Dailmer ist offensichtlich so weit. Ich wünsche mir davon eine Menge Signalwirkung, so das auch KMU bereit sind sich einem echten Dialog mit Kunden zu stellen. Aus meiner Ansicht geht das genau so wie Sacha es im Interview sagt, in keinem Fall ohne echte Transparenz!

Wie viel Transparenz?

Genau so viel wie nötig. Und zwar aus der Sicht der Kunden. Warum? Weil Kunden haben Fans oder eben nicht. Das ist so und kann über bezahlte Kanäle kaum signifikant gesteigert werden. Einzig mittels Influencer-Marketing lässt sich das noch eine Weile einkaufen. Aber zum einen ist das Ende davon in Sicht, weil die Glaubwürdigkeit der Influencer immer stärker abnehmen wird. Zum anderen arbeitet eine hohe und glaubwürdige Transparenz dem Influencer-Marketing auch noch zu. Das bedeutet höhere Effizienz der jeweiligen Influencer. Also niedrigere Kosten!

Wie müssen heute Unternehmen kommunizieren?

Es müssen einfach alle zur Marke passenden Kanäle müssen bedient werden:

Und für bestimmte Zielgruppen auch noch einige andere.

Unternehmen kommunizieren mit Content-Marketing

Klar ist das Aufwand!

Selbst machen kostet Zeit, beauftragen kostet Geld. Viele Unternehmen haben anscheinend vergessen, das dies schon immer so war. Nur waren Vorstände und Mitarbeiter an die alten Techniken gewöhnt. Zeitungswerbung kostete z.B. bei einer Auflage von 250.000 gedruckten Exemplaren einmalig 500,-. Wenn man nicht im Anzeigenfriedhof, also dort wo alle Billiganzeigen zusammengefasst waren werben wollte. Erstaunlicher Weise erzielen einige Zeitungen diese Summen nach wie vor. Um wenigstens 4 mal im Monat präsent zu sein sind das 2000,-€

Sicher, das  rechnet sich heute kaum noch. Zumal gedruckte Exemplare noch lange nicht die Zahl Leser bedeutet. Denn auch das hat sich längst rumgesprochen. Mir ist nur nicht klar, wie die meisten Unternehmen auf die Idee kommen können, das Geld ersatzlos einzusparen. Doch genau das machen viele. Da wird dann bei Budgets für Facebook-Ads oder Adwords schon extrem rumgejammert, wenn man klar macht, dass dies unter 300€ mtl. witzlos ist. Oder die pauschale Aussage: „unsere Mitarbeiter haben besseres zu tun“. Nur weil man darauf hinweist, dass irgendjemand ein paar Stunden die Woche, Social Media machen MUSS?!

Marke statt Leistung oder Produkt?

Nein, natürlich beides! Aber wenn die Ressourcen beides nicht zulassen? Habe ich das beste Produkt der Welt, finde aber keinen Käufer, macht das Unternehmen relativ schnell dicht. Wenn die Produkte auch nur halbwegs passabel sind geht es aber. Denn wenn über moderne Markenkommunikation Nachfrage zur Marke erzeugt wird, läuft der Laden.

Ich erlebe das im Alltag immer wieder. Extreme Fehleinschätzung bei KMU was den Kundenbezug zu den Produkten angeht. Die Produkte sind austauschbar. Moderne Produktionsprozesse sorgen für immer ähnlichere Produkte. Bei den Autos ist das jedem sichtbar klar. Aber das gilt für fast alles was heute industriell hergestellt wird. Also kommt die Differenzierung über die Marke. Und da müssen heute Unternehmen kommunizieren als wären sie Redaktionen. In vielen Unternehmen stellt sich da häufig der Vertrieb quer. Traditionell war er immer für die größten Umsätze verantwortlich. Ohne steigende Budgets für redaktionelle Blog oder Video-Beiträge, wird es in Zukunft jedoch nicht mehr gehen.

Veröffentlicht von geruweb

Ein Kunde sagte mal zu mir:„Herr Rusche Sie sind immer gerade heraus. Das ist manchmal nicht sehr angenehm, aber mir immer sehr sympathisch!“ Authentizität und Glaubwürdigkeit sind mir halt sehr wichtig. Weil das in wachsendem Maße die stärksten Erfolgsfaktoren sind.

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